Willkommen im Studio mitMensch
Fühlst du dich in dieser erfolgs- und leistungsorientierten, zunehmend digitalisierten und schnelllebigen Welt fehl am Platz?
Sehnst du dich nach Ruhe, Akzeptanz und echter Begegnung?
Dann bist du hier genau richtig.
Warum es Studio mitMensch gibt
Schon als Kind habe ich (nach einem kurzen Schlenker der da hieß "Eidechsen erforschen") auf die berühmt-berüchtigte Frage: "Und, was willst du mal machen, wenn du groß bist?" geantwortet: „Geschichten erzählen. Oder was mit Menschen.“
Heute darf ich beides, mit einem klaren Schwerpunkt:
Studio mitMensch ist in erster Linie ein Ort für Begegnung.
Ich möchte einen Raum anbieten, in dem Menschen gehört und ernst genommen, Gedanken sortiert werden und neue Handlungsspielräume entstehen können. Besonders wichtig ist mir dabei ein sensibler Blick auf neurodivergente Lebensrealitäten und Erfahrungen von FLINTA*-Personen, die (nicht nur) im psychosozialen Kontext noch immer viel zu oft übersehen werden.
Meine eigene späte Diagnose von auDHS im Alter von 40 Jahren hat mir deutlich vor Augen geführt, wie groß die Versorgungslücken in diesem Bereich weiterhin sind: um eine Person zu finden, die mich und mein Erleben ernst nimmt, bin ich für meine Diagnostik fast 400 km gefahren.
Diese Erfahrung hat meinen Wunsch bestärkt, einen Ort zu gestalten, an dem differenzierte Wahrnehmung nicht hinterfragt oder relativiert, sondern als wichtige Information verstanden wird, und ich die Auseinandersetzung mit der eigenen Neurodivergenz für andere Menschen niedrigschwellig ermöglichen kann.
Seit mehreren Jahren bilde ich mich kontinuierlich im Bereich Neurodivergenz weiter. Seit Oktober 2024 absolviere ich zudem ein Fernstudium zur Heilpraktikerin für Psychotherapie, das ich im Herbst 2026 abschließen werde. Transparenz ist mir an dieser Stelle besonders wichtig: Lernen und Weiterentwicklung verstehe ich als fortlaufenden Prozess.
Gleichzeitig ist das Studio mitMensch auch ein kreativer Ort, weil Ausdrucksmöglichkeiten jenseits von Worten manchmal helfen können, sich selbst besser zu verstehen oder neue Perspektiven zu entwickeln.
* FLINTA steht für Frauen, Lesben, Intergeschlechtliche, Nicht-binäre, Trans und Agender Personen und bezeichnet Menschen, die im Patriarchat strukturell benachteiligt sind.
Mein Weg bis hierher
Mein Lebensweg verlief nicht gerade, er war eher ein verschlungener Pfad.
Nach der Schule absolvierte ich ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Seelsorge und begann anschließend ein Studium der Sozialen Arbeit. Auch ohne Abschluss war dies ein wichtiger Schritt in meiner Auseinandersetzung mit psychosozialen Fragestellungen und meinem Wunsch, Menschen professionell zu begleiten.
Damals bin ich dann aber noch einmal abgebogen: ein weiterer Teil meines Weges führte mich über meine Leidenschaft für Musik in den Musikalienhandel.
Nach meiner Ausbildung war ich knapp 17 Jahre in diesem Bereich tätig und habe vom Verkauf über Unterricht für Anfänger*innen bis hin zur Content-Erstellung viele Bereiche kennengelernt. So durfte ich zahlreiche Menschen dabei begleiten, einen Zugang zur Musik und zu eigenen Ausdrucksmöglichkeiten zu finden.
Zwei Jahre lang veröffentlichte ich außerdem mein eigenes Musik- und Kulturmagazin „MusiKuS – Musik und Kulturseiten“, ein echtes Herzensprojekt, das mir die Bedeutung und Entfaltungsmöglichkeiten von kreativer Zusammenarbeit noch einmal deutlich vor Augen geführt hat.
Kreativität als begleitender roter Faden
Parallel dazu habe ich auch privat nie aufgehört, zu schreiben, zu fotografieren und selbst Musik zu machen.
Kreativität ist für mich eine mögliche Form von Zugang, nicht nur zu sich selbst und zu eigenen Themen, auch zu anderen Menschen. Manchmal entstehen neue Kommunikationswege und das mögliche Aufzeigen von Perspektiven leichter, wenn sie nicht ausschließlich über Sprache gefunden werden müssen.
Studio mitMensch verbindet daher Beratung und kreative Angebote bewusst miteinander, selbstverständlich nicht als Voraussetzung, sondern als Möglichkeit. Ein Ort für Menschen, um in ihrer jeweiligen Art wahrzunehmen, zu denken und sich auszudrücken.
Ein Raum, in dem Begegnung und Kunst selbstverständlich miteinander existieren dürfen, so bunt und vielfältig wie mein eigener Weg.